Auflage 2005          Nummer 3

 

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Ladislaus Gespräch

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Was ist los mit wirklichem Hip Hop?

 

Immer wieder hören wir unsinnige Reime. Leute machen nicht Musik,
sie imitieren nur Artisten. Aber Hip Hop ist fantastische Kunst. Es kommt aus unserem Herzen und macht uns viel Spaß. Also liegt das polnische Rap im Sterben?

 

 

Das Interview hat

Kasia Dêbska

mit Marcin Herzog-Duch

aus „Bur¿uazja“ durchgeführt.

 

 

Ladislaus: Ist das Wahrheit, dass Hip Hop stirbt?

M.D: Vielleicht ist das übertrieben, aber mir scheint, dass Hip Hop weniger populär wird.

 

Ladislaus: Was möchtest du damit sagen?

M.D: Heutig verstecken sich immer wieder unter dem Namen Hip Hop billige Lieder, die keinen Zusammenhang mit Hip Hop haben. Da geht es um Kohle.

 

Ladislaus: Wie kannst du den Prozess begründen?

M.D: Dafür kann ich ein Wort finden: Kommerz. Diese Leute, die gute Musik machen, bemühen sich nicht im Fernsehen auszutreten.

 

Ladislaus: Bist du aber einverstanden damit, dass unter den bekannten Musikern auch gute Squaden vor kommen, die im Radio geworben werden?

M.D: Ja, das stimmt. Aber ich habe nichts gegen TV. Dass wir etwas Wichtiges zeigen müssen, kann es nicht nächster Teil der Popkultur sein.

 

Ladislaus: Du hast gesagt, dass alles sich um Geld herum dreht. Findest du, dass du es nicht brauchst?

M.D: Es ist geil, viel Geld zu haben. Wir können nicht vergessen, dass einige Sachen wichtiger als Geld sind. Man kann nicht Musik nur für Geld machen, es soll aus dem Herzen fließen und nicht die Bedürfnisse der Fernsehsender befriedigen.

 

Ladislaus: Wie können wir unser Gespräch beenden?

M.D: Wir sollen das machen, was wir lieben. Wenn jemand doch berühmt wird. spielt er für sein Vergnügen.

 

Ladislaus: Danke sehr.

M.D: Danke.

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SMS-Nachrichten

 

 

Eigentlich bedeutet SMS Short Message Service.

Man kann SMS aber auch mit spielen, mailen, schummeln übersetzen,

denn das machen deutsche Schüler mit den kurzen Text-Nachrichten.

Wir haben mit Monika [I7 Jahre alt, sie besucht ein Warschauer Lyzeum]
über SMS-Nachrichten gesprochen.

 

 

Ladislaus: Monika, wo und wann schreibst du SMS-Nachrichten?

Monika: Meistens schreibe ich sie in der Pause - auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer. Ich schreibe aber auch vor oder nach der Schule SMS-Nachrichten - zu Hause, im Bus, auf dem Weg zur Schule.

 

Ladislaus: Warum schreibst du SMS-Nachrichten?

Monika: Ich finde Text-Nachrichten sehr praktisch. So kann ich den ganzen Tag Kontakt mit meinen Freundinnen haben.

 

Ladislaus: Was schreibst du deinen Freundinnen?

Monika: Wir informieren uns darüber, was wir gerade machen. Wir machen Pläne für den Nachmittag oder für das Wochenende. SMS-Nachrichten sind auch super, wenn

ich ein Problem habe. Dann maile ich meiner besten Freundin. Sie gibt mir dann Tipps, was ich machen kann.

 

Ladislaus: Dürfen Schüler in deiner Schule das Handy im Unterricht benutzen?

Monika: Nein, eigentlich dürfen wir im Unterricht keine Handys benutzen. Wir dürfen im Unterricht auch keine SMS-Nachrichten schreiben. Aber manchmal machen wir es trotzdem. Wir schalten einfach den Signalton des Handys aus. Dann kann niemand hören, wenn wir eine SMS-Nachricht bekommen.

 

Ladislaus: Was passiert, wenn ihr eine Klassenarbeit schreibt?

Monika: Wer in einer Klassenarbeit mit dem Handy

schummelt, bekommt sofort eine Eins. Vor einem Test oder einer Klassenarbeit sammeln die meisten Lehrer alle Handys ein. Dann liegen die Handys vorne auf dem Lehrertisch. Das sieht wirklich lustig aus.

 

ASIA: Hast du schon einmal Probleme bekommen, weil du eine SMS-Nachricht geschrieben hast?

Monika: Ja, ich habe schon einmal eine Eins bekommen, weil ich in einer Mathearbeit mein Handy benutzt habe. Ich habe meiner Freundin eine SMS mit den Lösungen der Aufgaben geschickt. Ich habe aber nicht gemerkt, dass unser Mathelehrer hinter mir stand. Dann habe ich eine Eins bekommen, weil ich geschummelt habe. Das war wirklich total blöd.

 

 

deutsche SMS-Nachrichten

 

KO25MISPÄ - Komme 25 Minuten später

AKLA - Alles klar     

WASA - Warte auf schnelle Antwort

G+K - Gruß und Kuss    

GN8 - Gute Nacht

 

                                                                                                                                                Joanna Ko³odziejska

 

 

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Ladislaus Rezension

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TRANSALPINUM

- von Giorgione und Dürer
bis Tizian und Rubens

 

 

Die Ausstellung der bekannten Renaissance- und Barockmaler

im Nationalmuseum in Warschau

 

 

                 Noch im Winter konnte man im Nationalmuseum in Warschau die Bilder aus Kunsthistorischem Museum in Wien und Nationalmuseum in Danzig sehen. (Manche Bilder kommen auch aus der Sammlung von Nationalmuseum in Warschau).

             Transalpinum, der Name dieser Ausstellung, bedeutet „Überschreitung der Alpen“. Von 15. bis 18. Jh. reisten viele Maler vom Norden (besonders aus den Niederlanden) über Alpen nach Italien und umgekehrt. Die Ausstellung zeigt uns die Beziehungen zwischen Kunst und Malerei des Südens und Nordens. Außer den Kunstwerken von bekannten Künstlern können wir auch die alten Landkarten Europas sehen.

             Die Einführung in die Besichtigung sind zwei Bilder: „Erzprinz Leopold Wilhelm in seiner Galerie in Brüssel“ (1651) von David Teniers und „Il Bravo“ (1520) von Tizian.

             „Transalpinum“ besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil heißt - „Motive und Kunstgattungen“, der zweite dagegen- „Landschaften, Malschulen, Künstlerverbände.

             Der erste Teil zeigt uns, welche Themen und Motive die großen Meister interessierten und präsentiert: die Porträts („Porträt einer jungen Venezianerin“, 1505, von Albrecht Dürer), die religiöse Gemälde („Madonna mit Kindchen, Johannes dem Täufer und dem Engel“, 1480, von Sandro Botticelli), die Akte („Venus und Amor“, 1530, von Paris Bordone oder „Adam und Eva“, 1510, von Lucas Cranach) und Gemälde, die sowohl verschiedene Bauwerke als auch ihr Innere darstellen („Innere einer gotischen Kirche“, 1598, von Paul Vredeman de Vries). Während der Besichtigung konnten wir auch die illusorischen Bilder bemerken, wie z.B. „Der Winter“, 1563, von Giuseppe Arcimboldo.

             Der zweite Teil zeigt die Bilder sog. niederländischer Romanisten von Antwerpen, Brüssel und Harlem (van Aelst, Heemskerck, Aersten) und betrifft niederländische Kunst im 17 Jh. (Manierismus in Holland). Sehr interessant sind auch die Gemälde der „Deutsch- Italiener“, wie Schwarz und Schönfeld, die die italienische Malerei inspirierten.

             Der zweite Teil präsentiert auch die Bilder von den großen italienischen Malern und niederländischen Künstlern, die in Italien schuffen (Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck). Man kann solche Kunstwerke, wie „Grablegung“, 1565, von Tizian, „Maria mit Kindchen, St. Katharina und St. Thomas“, 1527, von Lorenzo Lotto, „Judith mit Kopf von Holofernes“, 1582, von Veronese, „Dornerkrönung“, 1602, von Caravaggio oder „Mädchen mit Fächer“, 1612, von Rubens bewundern.

             Diese Ausstellung hat mir gefallen, obwohl das Gedränge der Besucher die Kontemplation behinderte. Wenn ich die Kunstwerke bewunderte, machte ich auf die Farbgebung und das Licht aufmerksam. Diese Elemente machen die Gemälde von Renaissance- und Barockmaler einzig in ihrer Art.

 

Magdalena Prymlewicz

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